Personalia - aktuelle Meldungen

14.07.2026 von Katrin Löwe in Personalia
Exzellente Wissenschaft lebt von klugen Köpfen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende der Universität erhalten häufig Preise und Auszeichnungen für ihre Arbeit, übernehmen Ämter in Fachgesellschaften oder kommen aus vielen Regionen der Welt nach Halle, um hier zu forschen. Zu Beginn jedes Quartals veröffentlicht „campus halensis“ eine Übersicht mit aktuellen Personalia-Meldungen.
Die Uni-Löwen sind die Symbolfiguren für die MLU.
Die Uni-Löwen sind die Symbolfiguren für die MLU. (Foto: Markus Scholz)

Preise und Ehrungen

Der Mathematik-Student Albert Arzumanian hat für seine besonderen akademischen Leistungen und sein gesellschaftliches und interkulturelles Engagement den mit 1.000 Euro dotierten DAAD-Preis 2026 erhalten. Verliehen wurde er auf der Festveranstaltung der Universität im April.

Hanna Besser ist für ihre wirtschaftswissenschaftliche Arbeit mit dem Titel „Von Offshore-Windparks zu Industriegebieten: Eine modellgestützte Planung der Wasserstoffversorgung industrieller Abnehmer in Deutschland“ mit dem Kantorowitsch-Forschungspreis 2026 in der Kategorie Masterarbeiten geehrt worden. Verliehen wurde der mit 750 Euro dotierte Preis im Juni vom Institut für Unternehmensforschung und Unternehmensführung (ifu) an der MLU. 

Der Biologe Dr. Pablo Castro Sanchez-Bermejo ist für seine Dissertation zum Thema „Patterns of intraspecific and intraindividual trait variation in trees along experimental diversity gradients“ mit dem Dorothea-Erxleben-Preis der Universität geehrt worden. Verliehen wurde der mit 500 Euro dotierte Preis auf der Festveranstaltung der MLU im April.

Der Physiker Mihir Date hat eine Einladung zur 75. Nobelpreisträgertagung in Lindau erhalten, die vom 28. Juni bis 3. Juli stattfand. Die Auswahl der Teilnehmenden erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren. Date arbeitet in der Gruppe von MLU-Physiker Prof. Dr. Niels Schröter an seiner Promotion.

Der Bioinformatiker PD Dr. Jan Grau ist gemeinsam mit Dr. Gerd Balcke, Dr. Robert Rennert und Dr. Mohamad Saoud vom Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie (IPB) mit dem ersten Platz beim Hugo-Junkers-Preis 2026 in der Kategorie „Innovativste Vorhaben der Grundlagenforschung“ ausgezeichnet worden. Dieser ist mit 10.000 Euro dotiert. Prämiert wurden die Forschenden für das Projekt „KI-unterstütztes Metaboliten-Fingerprinting zur Vorhersage der Wirkmechanismen neuer Anti-Krebs-Wirkstoffe“. Der Hugo-Junkers-Preis ist Sachsen-Anhalts höchstdotierter Forschungspreis.

Dr. Arthur Groß hat für seine Dissertation in der Bodenbiogeochemie mit dem Titel „Potential and constraints of organic soil amendments for long-term  carbon storage and soil improvement" den Dorothea-Erxleben-Preis der Universität erhalten. Verliehen wurde der mit 500 Euro dotierte Preis auf der Festveranstaltung der MLU im April.

Dr. Doris Günther-Kriegel ist im April zweimal für ihre Doktorarbeit mit dem Titel „Fairer Handel und globale Ordnung. Eine religionswissenschaftliche Kategorienkritik“ ausgezeichnet worden. Auf der Festveranstaltung der MLU erhielt sie den mit 500 Euro dotierten Dorothea-Erxleben-Preis. Noch am gleichen Tag wurde ihr der Becker-Staritz-Preis der "action 365" verliehen. Die "action 365" ist eine in den 1950er Jahren in Deutschland gegründete ökumenische Laienbewegung. 

Die Wirtschaftswissenschaftlerin Dr. Christin Haberkorn hat im Juni den mit 1.500 Euro dotierten Kantorowitsch-Forschungspreis für ihre Dissertation „International-steuerliche Strukturen der reformierten Investmentbesteuerung – eine steuersystematische und steuerrechtliche Analyse“ erhalten. 

Prof. Dr. Stefan Hüttelmaier und Dr. Nadine Bley vom Institut für Molekulare Medizin sowie Prof. Dr. Wolfgang Sippl vom Institut für Pharmazie der MLU haben beim Hugo-Junkers-Preis 2026 den mit 7.000 Euro dotierten zweiten Platz in der Kategorie „Innovativste Projekte der angewandten Forschung“ belegt. Ausgezeichnet wurden sie für das Projekt „Neue Krebstherapien durch zielgerichtete Inhibition RNA-bindender Proteine.

Der Ethnologe Dr. David Kananizadeh ist im Juni für seine an der MLU eingereichte Dissertation „Navigating Frontier Economies for Survival in Rural Sierra Leone“ mit dem 3. Platz beim Förderpreis für praxisrelevante Entwicklungsforschung ausgezeichnet worden. Der Preis wird vom Entwicklungsökonomischen Ausschuss des Vereins für Socialpolitik in Zusammenarbeit mit der KfW Entwicklungsbank vergeben. Er ist mit 1.500 Euro dotiert. 

Prof. Dr. Christophe Losfeld ist im Juni mit dem Verdienstorden des Landes Sachsen-Anhalt geehrt worden. Gewürdigt wurden seine Verdienste um die deutsch-französischen Beziehungen des Landes Sachsen-Anhalt, aber auch sein Engagement in der Bildung sowie in der Wissenschaft, als Lehrkraft und in der Ausbildung von Lehrkräften. Der 58-Jährige ist Lehrer am Landesgymnasium Latina August Hermann Francke in Halle und seit 2013 außerplanmäßiger Professor im Bereich romanische Didaktik an der MLU.

Für ihre im „Journal of Drug Delivery Science and Technology“ veröffentlichte Studie unter dem Titel „Stabilisation of a monoclonal antibody formulation in the presence of poloxamer 188 and related PEG/PPG systems“ sind der Pharmazeut Prof. Dr. Karsten Mäder und der außerplanmäßige Professor Dr. Patrick Garidel mit dem Preis für den „Most outstanding JDDST research article in 2025“ ausgezeichnet worden. Die Verleihung fand Ende März auf dem „15. World Meeting on Pharmaceutics, Biopharmaceutics and Pharmaceutical Technology“ in Prag statt.

Doktorandin Joleen Müller ist im Mai mit einem dritten Platz auf dem Zahnmedizin-Symposium „Young Scientists in Dentistry“ in Halle ausgezeichnet worden. Gewürdigt wurde ihre Präsentation der Arbeit „Fake, Fakten oder Fiktion – eine Studie zum Fluorid-Diskurs auf Social Media“. Das Symposium ist eine Veranstaltung der Universitäten Halle, Leipzig und Dresden.

Prof. Dr. Thomas Müller-Bahlke, ehemaliger Direktor der Franckeschen Stiftungen und Honorarprofessor an der MLU, ist im Mai mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt worden. Gewürdigt wurden laut Staatskanzlei Müller-Bahlkes große Verdienste um die Franckeschen Stiftungen.

Der Pharmazeut Prof. Dr. Reinhard Neubert ist Ende Juni auf der Jahrestagung der europäischen Hautforschungsplattform „Skin Forum“ in Malmö (Schweden) mit dem „Eminent Fellow of Skin Forum Award“ geehrt worden. Gewürdigt wurden sein langjähriges Engagement und seine Beiträge auf den Jahrestagungen.

Der Neurologe Prof. Dr. Markus Otto ist beim diesjährigen Hugo-Junkers-Preis mit dem zweiten Platz in der Kategorie „Innovativste Vorhaben der Grundlagenforschung“ ausgezeichnet worden. Den mit 7.000 Euro dotierten Preis erhielt er gemeinsam mit PD Dr. Patrick Öckl vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen für das Projekt „Beta-Synuclein im Blut zur Frühdiagnostik der Alzheimer-Erkrankung und von Schlaganfällen“.

Dr. Oscar Laurenz Prust hat für seine Dissertation „Parlamentarische Rüstungskontrolle: Neue Technologien und Sicherheitspolitik in der Kontroverse“ den Dorothea-Erxleben-Preis der Universität erhalten. Vergeben wurde der mit 500 Euro dotierte Preis er auf der Festveranstaltung der MLU im April.

Dem Physiker Prof. Dr. Detlef Reichert ist im Juni der Ars legendi-Fakultätenpreis des Stifterverbands zugesprochen worden. Der Preis, der mit 5.000 Euro dotiert ist, zeichnet Forschende aus, die sich durch herausragende, innovative und beispielgebende Leistungen in Lehre, Beratung und Betreuung ihrer Studierenden hervortun. Die Preisverleihung war am 1. Juli.

Der Pharmazeut Dr. Adrian Richter ist für seine Habilitation mit dem Titel „Struktur-Wirkungsbeziehungen antimykobakterieller Substanzen und Entwicklung mikrobiologischer Methoden zu ihrer Charakterisierung” mit dem Christian-Wolff-Preis der Universität geehrt worden. Vergeben wurde er auf der Festveranstaltung der MLU im April. Dotiert ist er mit 1.500 Euro.

Den Anton-Wilhelm-Amo-Preis 2026 hat Eileen Richter für ihre Masterarbeit „Warum scheitern Lernende an Prozentaufgaben? Eine Untersuchung der Herausforderungen im Zusammenhang mit Aufgaben- und Antwortformaten“ erhalten. Er ist mit 1.000 Euro dotiert und wurde auf der Festveranstaltung der Universität im April vergeben.

Roland Rittig, ehemaliger Mitarbeiter des Germanistischen Instituts, ist im Mai mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden. Mit seinem Wirken habe er in der „Gesellschaft zur Förderung des Schlosses Moritzburg Zeitz e.V.“ und der „Ernst-Ortlepp-Gesellschaft e.V.“ die Kultur- und Literaturlandschaft in Zeitz und den Burgenlandkreis entscheidend mitgeprägt, teilte die Staatskanzlei Sachsen-Anhalt mit. 

Lena Seeger hat im Mai für ihre herausragende Abschlussarbeit zum Thema „Potentialflächen für Agri-Photovoltaik in Sachsen“ den Preis der Geographischen Gesellschaft zu Leipzig erhalten. Die Arbeit ist am Institut für Geowissenschaften und Geographie der MLU entstanden.

Prof. Dr. Ludger Wessjohann, Professor für Naturstoffchemie an der MLU sowie Abteilungs- und Forschungsgruppenleiter am Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie (IPB), ist die Ehrendoktorwürde der Universität Havanna verliehen worden. Gewürdigt wurden seine mehr als 25-jährigen Verdienste um die akademische und wissenschaftliche Entwicklung der Universität. Wessjohann ist erst der zweite deutsche Hochschullehrer in 300 Jahren, der diese Auszeichnung erhielt. Verliehen wurde sie bereits auf einer Konferenz im Februar.

Ämter und Mitgliedschaften

Rektorin Prof. Dr. Claudia Becker ist im Mai erneut zur stellvertretenden Vorsitzenden des Kuratoriums des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung – iDiv gewählt worden. Den Vorsitz führt weiterhin Prof. Dr. Eva Inés Obergfell, Rektorin der Universität Leipzig. Die Amtszeit beträgt zwei Jahre.

Prof. Dr. Christian Gernhardt ist im Juni zum Präsidenten der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt gewählt worden. Er übernimmt damit bis 2031 die Leitung der Kammer, in der er sich bereits seit 15 Jahren als Vorstandsmitglied für die Fort- und Weiterbildung engagiert. Gernhardt ist außerplanmäßiger Professor, er ist seit 1999 an der Medizinischen Fakultät und am Universitätsklinikum tätig.

Die Juristin Prof. Dr. Anne-Christin Mittwoch ist im April in den Arbeitskreis Wirtschaftsethik der Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft berufen worden. Ziel der Gesellschaft ist es unter anderen, den Erfahrungsaustausch zwischen Wissenschaft und Praxis zu intensivieren.

Prof. Dr. Katja Nebe, Juristin an der MLU, ist im Juni als Expertin bei einer Veranstaltung des Ministeriums für Justiz und Verbraucherschutz am Landgericht Magdeburg aufgetreten. Sie sprach über Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in Bezug auf das Vierzehnte Buch Sozialgesetzbuch (SGB XIV). Nebe führte zudem in die Veranstaltung ein.

Prof. Dr. Stephan Seiwerth wurde im Januar zum stellvertretenden Vorsitzenden der Gesellschaft zur Förderung der sozialrechtlichen Forschung gewählt. Er ist seit Sommer 2025 Vertretungsprofessor und seit April 2026 berufener Professor für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht und Sozialrecht.

Dr. Alexander E. Sollee, seit 2023 wissenschaftlicher Mitarbeiter des Seminars für Orientalische Archäologie und Kunstgeschichte, ist im Mai zum Generalsekretär des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) gewählt worden. Sollee war nach seinem Studium der Vorderasiatischen Archäologie in München sowie der Promotion an der Universität Bern in verschiedenen internationalen Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen tätig. 

Außerplanmäßige Professuren

PD Dr. Matthias Schmidt (Naturwissenschaftliche Fakultät I) ist im Juni der Titel „Außerplanmäßiger Professor“ verliehen worden.

Rufe

Dr. Anna Vogler aus dem Institut für Mathematik hat einen Ruf auf die Professur für Mathematikdidaktik für die Primarstufe an der Goethe-Universität Frankfurt am Main angenommen und ist zum Sommersemester dorthin gewechselt. 

Gäste auf dem Campus

Dr. Marco Costantini aus Rom (Italien) hat von April bis Juni im Rahmen eines Gerda Henkel Stipendiums für Wissens- und Wissenschaftsgeschichte am Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA) gearbeitet. Sein Forschungsthema ist der aus Halle stammende und in Hamburg Altona wirkende und schreibende Arzt Johann August Unzer. 

Xiaoyaou Guo, Kulturwissenschaftler aus Princeton (USA), untersucht seit Mai mit einem Stipendium aus dem Programm „Multiple Aufklärungen“ am IZEA das Thema „Der ausbrechende Garten. Zum künstlichen Vulkan, dem Erhabenen und der (un)domestizierbaren Natur der Aufklärung“. Er widmet sich so einem Thema des Dessau-Wörlitzer Gartenreichs.

Dr. Martha Belete Hailu ist seit Beginn des Sommersemesters als Gastprofessorin am juristischen Bereich tätig. Sie ist Assistant Professor für Rechtswissenschaft an der Juristischen Fakultät der Universität Addis Abeba (Äthiopien). Ihre Lehrgebiete umfassen eine Reihe von Themen des internationalen Wirtschaftsrechts. Finanziert wird die Gastprofessur, in deren Rahmen sie zwei Vorlesungen und ein Seminar angeboten hat, vom Deutschen Akademischen Austauschdienst.

Die Literaturwissenschaftlerin Dr. Sandra Janßen aus Berlin behandelt seit April im Rahmen ihres dreimonatigen Forschungsstipendiums im Programm „Multiple Aufklärungen“ am IZEA das Thema „Epistemische Selbstermächtigung. Zum Verhältnis von Kritik, Autonomie und Ideologie bei Günther Anders und Giuliano da Empoli“. 

Violetta Lato, Doktorandin am Boston College, arbeitet seit Mai am IZEA an ihrer Studie über den Philosophen Johann August Eberhard. Gegenstand ihres von der Wiedemann-Stiftung geförderten dreimonatigen Aufenthaltes ist: „Contested Legacies: Eberhard, Kant, and the Leibnizian Tradition in the Late Eighteenth-Century Halle“.

Seit April hat PD Dr. Ann-Kathrin Lederer die Gastprofessur für „Gendersensible Medizin” an der Medizinischen Fakultät inne. Lederer ist Oberärztin in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Universitätsklinikum Ulm. Ihre Gastprofessur gilt für die Dauer eines Semesters. Lederer bietet eine Online-Vorlesungsreihe zum Thema an und geht in Workshops näher auf Geschlechterrollen in der Medizin und die Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten ein.

Juetong Li, Doktorandin der Faculty of History aus Cambridge (England), hat von April bis Juli im Rahmen des Studienprogramms „Multiple Aufklärungen“ am IZEA geforscht. Ihr Thema war: „From Enlightenment to Historik, Genealogies of Historical Knowledge in the German ‚Long nineteenth Century‘“.

Dr. Eduard Lopushniak aus Kyjiw (Ukraine) ist Anfang Mai für einen zweimonatigen Forschungsaufenthalt ans Aleksander-Brückner-Zentrum für Polenstudien gekommen. Er wurde im vergangenen Jahr mit einer Arbeit dazu promoviert, wie Gewaltenteilung als lebendiges System sozialer Praktiken funktioniert. In Halle untersuchte er sozialpolitische Transformationen, Institutionalisierung und Demokratisierung in Polen, Deutschland und besonders der Ukraine seit 1991.

Der Literatur- und Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Anindya Sekhar Purkayastha aus Indien hat im Rahmen seines Wiedemann-Stipendiums für Aufklärungsforschung im April und Mai am Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA) geforscht. Sein Thema lautete: „The German Oriental Society Archive, Halle, and Global Histories of the Cultures of Enlightenment“. 

Xiaoyu Shi von der Southwest University of Political Science and Law (SWUPL) in Chongqing (China) ist seit Beginn des Sommersemesters als Forschungsstipendiatin des Chinese Scholarship Council (CSC) am Institut für Wirtschaftsrecht bei Prof. Dr. Christian Tietje tätig. Sie ist Assistant Professor mit Schwerpunkt auf dem internationalen Investitionsrecht und dem Völkerrecht.

Am Aleksander-Brückner-Zentrum für Polenstudien hat seit April Dr. Yevheniia Shyshkina als Stipendiatin des Projekts „Verflochtene Staatsbildungen: Polnische, ukrainische und deutsche Erfahrungen in Zeiten der Transformation, 1918 ff. und 1989/91ff.“ gearbeitet. Während ihres dreimonatigen Aufenthalts befasste sie sich mit dem jüdischen Notgeld im ukrainisch-polnischen Grenzgebiet (1918–1924). Shyshkina war außerordentliche Professorin an der Nationalen Technischen Universität in Charkiv (Ukraine) und forschte zuletzt in Leipzig.

Dr. Francesco Simoncini von der Universita degli Studi di Milano-Bicocca (Italien) ist seit Juni mit einem Humboldt-Forschungsstipendium für Postdocs bei Prof. Dr. Daniel Weidner am IZEA zu Gast. Während seines zweijährigen Aufenthalts untersucht er das Zusammenspiel von Bild, Bildung und Einbildungskraft um 1800 und fragt insbesondere nach pädagogischen, ästhetischen und politischen Implikationen des Bildungsromans.

Seit Mai beschäftigt sich der Literaturwissenschaftler Dr. Diego Stefanelli aus Mainz am IZEA im Rahmen eines dreimonatigen Stipendiums aus dem Programm „Multiple Aufklärungen“ mit dem Thema „Geographie, ‚Völkerkunde‘ und Kolonialismus in Halle. Die Übersetzungen von Matthias Christian Sprengel von Werken über Spanisch-Amerika“. 

Die Rechtswissenschaftlerin Dr. habil. Anna Tarnowska aus dem polnischen Toruń hat als DAAD-Gastdozentin im Juni ein englischsprachiges Blockseminar unter dem Titel „Law, Society, and State Reconstruction: Comparative Perspectives on Poland after 1918 and 1989“ am Aleksander-Brückner-Zentrum für Polenstudien angeboten.

Verstorben

Der Ethnologe Prof. Dr. Thomas Hauschild ist am 5. Mai im Alter von 70 Jahren verstorben. Nach seinem Studium der Völkerkunde, Volkskunde und Religionswissenschaft in Hamburg und der Promotion an der dortigen Universität im Jahr 1979 habilitierte er sich 1990 an der Universität zu Köln. 1992 wurde der Wissenschaftler an die Universität Tübingen berufen, von 2008 bis zu seinem Ruhestand 2016 lehrte er als Professor für Ethnologie und vergleichende Kultursoziologie an der MLU in Halle. Gastprofessuren und Fellowships führten ihn an mehrere nationale und internationale Universitäten, darunter nach Rom und Neapel, Wien sowie ins französische Aix-en-Provence.

Der Biochemiker Prof. Dr. Alfred Schellenberger ist am 9. Juni im Alter von 97 Jahren verstorben. Nach seinem Chemiestudium in Dresden, Rostock und Halle wurde Schellenberger 1956 an der MLU promoviert und habilitierte sich 1962. Im Anschluss war er zunächst Privatdozent für Organische Chemie und ab 1967 Professor für Biochemie – zunächst noch mit Lehrauftrag, wenig später als Ordentlicher Professor. Bereits 1967 war er einer der zwei Gründungsdirektoren des Instituts für Biochemie und wurde so auch zum Mitbegründer des Studienfaches an deutschen Universitäten. Im Jahr 1970 wurde der Wissenschaftler Mitglied der heutigen Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, als deren Vizepräsident er von 1990 bis 2000 wirkte. 1998 wurde er mit der Verdienstmedaille der Leopoldina geehrt.

***

Erfasst sind in dieser Rubrik aktuelle Personalia, die der Redaktion bis 30. Juni 2026 mitgeteilt wurden. Haben Sie auch Personalmeldungen? Dann schreiben Sie an: magazin@uni-halle.de.
 

Kategorien

Personalia

Schlagwörter

Weitere Artikel zum Thema

08.04.2026 in Personalia

Personalia - aktuelle Meldungen

Exzellente Wissenschaft lebt von klugen Köpfen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende der Universität erhalten häufig Preise und Auszeichnungen für ihre Arbeit, übernehmen Ämter in Fachgesellschaften oder kommen aus vielen Regionen der Welt nach Halle, um hier zu forschen. Zu Beginn jedes Quartals veröffentlicht „campus halensis“ eine Übersicht mit aktuellen Personalia-Meldungen. Artikel lesen

20.01.2026 in Personalia

Personalia - aktuelle Meldungen

Exzellente Wissenschaft lebt von klugen Köpfen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende der Universität erhalten häufig Preise und Auszeichnungen für ihre Arbeit, übernehmen Ämter in Fachgesellschaften oder kommen aus vielen Regionen der Welt nach Halle, um hier zu forschen. Zu Beginn jedes Quartals veröffentlicht „campus halensis“ eine Übersicht mit aktuellen Personalia-Meldungen. Artikel lesen

09.10.2025 in Personalia

Personalia - aktuelle Meldungen

Exzellente Wissenschaft lebt von klugen Köpfen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende der Universität erhalten häufig Preise und Auszeichnungen für ihre Arbeit, übernehmen Ämter in Fachgesellschaften oder kommen aus vielen Regionen der Welt nach Halle, um hier zu forschen. Zu Beginn jedes Quartals veröffentlicht „campus halensis“ eine Übersicht mit aktuellen Personalia-Meldungen. Artikel lesen

Kommentar schreiben

Auf unserer Webseite werden Cookies gemäß unserer Datenschutzerklärung verwendet. Wenn Sie weiter auf diesen Seiten surfen, erklären Sie sich damit einverstanden. Einverstanden