Brücken bauen über den Atlantik: Theaterkurs in Wittenberg

Möglich wurde das insgesamt fünfwöchige Deutschland-Programm durch die Unterstützung der Halle Stiftung Atlanta. In Wittenberg absolvierten die Teilnehmenden im Juli zwei Blockseminare. Das erste war ein Theaterkurs unter der Leitung von GSU-Professor Nick Newell, der das epische Theater von Bertolt Brecht in den Fokus rückte. Neben der theoretischen Auseinandersetzung und dem eigenen performativen Erproben von Brecht-Szenen besuchte die Gruppe verschiedene deutsche Inszenierungen. Im zweiten Kurs erarbeiteten die Studierenden eine eigene Inszenierung von Brechts Mutter Courage und ihre Kinder, die sie auch zur Aufführung brachten. An den Wochenenden erkundete die Gruppe weitere deutsche Städte wie Leipzig und Berlin.
Organisiert wurde dieses erfolgreiche Kooperationsprojekt von Jolyon Hughes, Ph.D. (GSU), und Prof. Dr. Erik Redling (MLU). Die Zusammenarbeit basiert auf einer bereits länger bestehenden Beziehung: Hughes war 2019 als Gastdozent am Institut für Anglistik und Amerikanistik in Halle tätig. Im Zuge seines jüngsten Aufenthalts besuchte er auch wieder Halle. Gemeinsam soll nun der Studierendenaustausch weiterentwickelt und künftig um einen Dozierenden-Austausch ergänzt werden. Zudem wird im Rahmen des Mühlenberg-Zentrums für Amerikastudien der MLU eine engere Kooperation mit der Halle Stiftung Atlanta angestrebt.
Das Theaterprojekt bereicherte zugleich das internationale Profil der Stiftung Leucorea. Es kann als Blaupause für weitere gemeinsame Kurse und Austausche in Wittenberg und Halle dienen. Gleichzeitig stärkt die Kooperation die transatlantische Partnerschaft zwischen Halle und Savannah, der US-Partnerstadt Halles, die zugleich einer der Campusstandorte der Georgia Southern University ist.