Vuk: Ausstellung zu serbischem Philologen ist eröffnet
Die Idee, sich über Grenzen hinweg auszutauschen und zu begegnen, sei gut, aber keineswegs neu, sagte Rektorin Prof. Dr. Claudia Becker in ihren Grußworten. Karadzic und Obradovic hätten sie schon im 18. und 19. Jahrhundert aktiv gelebt – Dositej Obradovic 1782 als Student in Halle, Vuk Karadzic in den 1820er Jahren auf seiner Mitteldeutschland-Reise als Gast eines halleschen Professors. „Ich bin sehr gespannt, gleich mehr über diese beiden Menschen zu lernen“, so Becker.
Karadzic war bereits 1965 eine Ausstellung in Halle gewidmet, wie die Gäste während einer Festveranstaltung am Donnerstag erfuhren. Jetzt können unter anderem anhand von Bildern, Briefen und Büchern im Kupferstichkabinett erneut verschiedene Aspekte seines damaligen Aufenthaltes nachvollzogen werden, zum Beispiel die Unterstützung, die der Sprachforscher durch Goethe oder die Gebrüder Grimm erfuhr. Auch über Dositej Obradovic erfuhren die Besucherinnen und Besucher einiges. Der Halle-Aufenthalt sei ein Wendepunkt im Leben des einstigen Mönchs gewesen, der später zu den bedeutendsten serbischen Aufklärungsforschern zählte, hieß es. In Halle ist er bis heute Thema: Vor fünf Jahren ist an der MLU eine Dissertation zu Obradovic entstanden.
"Vuk Stefanovic Karadzic. Wanderjahre in Mitteldeutschland"
28. April bis 9. Juli 2023
Löwengebäude, 1. OG, Kupferstichkabinett
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag, 13 bis 18 Uhr
Eintritt frei
Kategorien
VariaWeitere Artikel zum Thema
Kustodie plant neue Ausstellung zu Sprachforscher
Mit dem serbischen Philologen Vuk Stefanović Karadžić (1787–1864) befasst sich die erste der neuen Ausstellungen der Zentralen Kustodie in diesem Jahr. Welche Verbindung der Wissenschaftler nach Halle hatte und welche Expositionen 2023 noch geplant sind, erklärt Kustos Dr. Dirk Schaal im Interview. Artikel lesen